Die „Female Career Days“, eine Initiative der RTG 1167, finden seit 2011 jährlich statt. Die Veranstaltung zielt darauf ab, Frauen in der Wissenschaft zu fördern und zu unterstützen. Wir laden Sie herzlich ein, an der diesjährigen Jubiläumsveranstaltung teilzunehmen, Ideen auszutauschen und sich mit Wissenschaftlerinnen und Interessierten zu vernetzen.

Wir, das sind die hiesigen Magdeburger Forschungseinrichtungen, Verbünde und die Otto-von-Guericke-Universität.

Im Jahr 2026 feiern die „Female Career Days“ ihr 15-jähriges Jubiläum!

Unter dem Motto „Macht, Verantwortung und Wandel in der Wissenschaft“ möchten wir für alle Teilnehmenden eine offene Plattform für die Diskussion von Themen wie Machtmissbrauch, Gleichberechtigung und Vielfalt schaffen.

03.11.2026 Eröffnungsvortrag

15 Jahre „Female Career Days“: Eröffnungsvortrag zu Macht, Verantwortung und Wandel in der Wissenschaft.

Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der „Female Career Days“ eröffnen wir das diesjährige Programm mit einem besonderen Vortrag. Lisa Niendorf spricht zum Thema „Zwischen Abhängigkeit und Widerstand: Machtmissbrauch in der Wissenschaft“.

Machtmissbrauch, Abhängigkeiten und hierarchische Strukturen sind kritische und sensible Themen in der Wissenschaft und im Hochschulwesen. Mit dieser Veranstaltung wollen wir diese Herausforderungen sichtbarer machen, einen offenen Dialog fördern und untersuchen, wie sinnvolle Veränderungen erreicht werden können.

Dienstag, 3. November 2026

  • 16:00 Uhr Eröffnung der Auftaktveranstaltung
  • 16:15 Uhr Keynote-Vortrag von Lisa Niendorf
  • 17:00 Uhr Frage-und-Antwort-Runde
  • 17:15 Uhr Podiumsdiskussion mit Vertretern der Universitäten, der Stadt Magdeburg und des Landes Sachsen-Anhalt
  • 18:00 Uhr Geselliger Ausklang

Anmeldungen sind bis zum 29. Oktober 2026 möglich.

Die Auftraktveranstaltung beginnt mit einer Begrüßung von Dr. phil. Mareike Fingerhut-Säck, Gleichstellungsbeauftragte und Leiterin des Büros für Gleichstellung, Vielfalt und Familienangelegenheiten an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, gefolgt vom Hauptvortrag von Lisa Niendorf, Bestsellerautorin und in den sozialen Medien bekannt als „Frau Forschung“. Die anschließende Podiumsdiskussion wird die Thematik vertiefen und versuchen konkrete Perspektiven und Ansätze aufzuzeigen. Katalin Varga wird die Veranstaltung moderieren. Sie koordiniert das Mentoring- und Coaching-Programm für Studentinnen und Nachwuchswissenschaftlerinnen in den MINT-Fächern in Sachsen-Anhalt. Die Diskussion soll sich mit folgenden Fragen befassen:
  • Wie lassen sich Machtmissbrauch und Grenzverletzungen frühzeitig erkennen?
  • Welche Unterstützung benötigen die Betroffenen?
  • Welche Maßnahmen können Hochschulen und Forschungseinrichtungen ergreifen, um Missbrauch zu verhindern und eine Kultur des Respekts und der Gleichberechtigung zu fördern?

Podiumsdiskussion:

Prof. Dr. Apfelbacher PhD: Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung (ISMG) sowie Ombudsperson der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Fachbereich Medizin)

Dr. rer. nat. Martina Beyrau, Referentin der Servicestelle Wissenschaftliche Integrität an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Prof. Dr. rer. nat. Daniela Dieterich, Dekanin und Vorstandsvorsitzende der Medizinischen Fakultät, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

Dr. theol. Julia Rath, Leiterin des Servicebereiches für Chancengleichheit der Hochschule Magdeburg-Stendal

Sarah Schulze, Landesbeauftragte für Frauen- und Gleichstellungspolitik des Landes Sachsen-Anhalt

Dr. phil. Dorothea Trebesius, Leiterin der Stabsstelle Bildung und Wissenschaft der Stadt Magdeburg,

Verena Walterbach, Referentin für Karriereentwicklung am Leibniz-Institut für Neurobiologie in Magdeburg

Wir freuen uns auf einen offenen, vielfältigen und konstruktiven Austausch darüber, wie wir die akademische Welt und das Hochschulwesen sicherer, respektvoller und wirklich gerecht gestalten können.

Über unsere Gäste

Foto Lisa Niendorf
Copyright: Frederik A.

Bekannt ist die Referentin Lisa Niendorf als Dozentin, Bestsellerautorin und aus Social Media. Seit ihrem Studium der Erziehungswissenschaften an der Universität Potsdam ist sie an der Humboldt-Universität zu Berlin und dort seit als 2021 Lehrkraft für besondere Aufgaben tätig. Hier begleitet Lisa Niendorf Studierende im Bachelor- und Masterlehramt während ihrer Praxisphasen und betreut ihre individuellen Forschungsprojekte. In ihrer Lehre setzt sie sich für eine machtkritische, wertschätzende, lebensweltbezogene und queerfreundliche Lernumgebung ein. Auf Social Media bringt sie als „FrauForschung“ ihre Erfahrungen als queere Dozentin, Promotionsstudentin und Wissenschaftlerin ein. Dort macht sie mit authentischen Stories aus dem Hochschulalltag Hochschule nahbar. Als Teil des Wissenschafts- Hochschulsystems thematisiert Lisa Niendorf die darin enthaltenen Machtstrukturen: Hierarchien, Abhängigkeiten und die Frage, wer Teil davon ist – und wer nicht. Sie macht diese Mechanismen nachvollziehbar und übersetzt Kritik in konkrete Ansatzpunkte für Veränderung in Lehre, Betreuung, Führung und Wissenschaftspolitik. Als Bildungsforscherin macht sie Bildung greifbar, indem sie über die wichtigsten Erkenntnisse aus der Bildungsforschung spricht und nimmt dabei insbesondere die Stärken und Schwächen der aktuellen Lehramtsausbildung in den Blick. Durch das Thematisieren eigener psychischer Belastungen macht Lisa Niendorf das Studium menschlich und baut Stigmen und Vorurteile gegenüber dem akademischen Personal ab. Mit dem Aufzeigen von feministischen und queeren Themen verstärkt sie Stimmen, die im Hochschulwesen bislang viel zu wenig Sichtbarkeit erfahren.

Copyright: C. Apfelbacher

Christian Apfelbacher, PhD, ist Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung (ISMG) an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Seine wissenschaftliche Arbeit umfasst unter anderem Public Health und Versorgungsforschung sowie die Frage, wie Forschungsergebnisse zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit einschließlich Gesundheitsversorgung beitragen können. Darüber hinaus engagiert er sich für wissenschaftliche Integrität: An der OVGU ist er eine von vier Ombudspersonen. In dieser Funktion befasst er sich mit Fragen verantwortungsvoller wissenschaftlicher Praxis und dem Umgang mit möglichen Verstößen. Bei der Podiumsdiskussion bringt er damit eine wichtige institutionelle Perspektive auf Macht, Verantwortung und den Umgang mit Konflikten in der Wissenschaft ein.

Copyright: OvGU

Martina Beyrau hat in Erlangen Molekulare Medizin studiert und danach am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried promoviert. Während der Promotion hat sie die Faszination für das Immunsystem gepackt und daher ist sie nach der Promotion nach London gegangen um dort sechs Jahre als PostDoc in einer Arbeitsgruppe zu arbeiten, die sich mit der Migration von Immunzellen beschäftigt. Nach der Rückkehr nach Deutschland hat Dr. Beyrau 10 Jahre lang als Wissenschaftsmanagerin für den immunologischen Forschungsschwerpunkt der Medizinischen Fakultät der OVGU gearbeitet. Seit September 2024 leitet sie die Servicestelle Wissenschaftliche Integrität der OVGU. Die Servicestelle ist die zentrale Anlaufstelle der OVGU zu allen Fragen der akademischen Integrität. Sie bietet ein breites Kursangebot zur guten wissenschaftlichen Praxis an und ist der erste Anlaufpunkt in Verdachts- und Konfliktfällen wissenschaftlichen Fehlverhaltens.

SFB 1436 Mitglied Daniela Dieterich
Copyright: UMMD Sarah Rinka

Daniela C. Dieterich ist Dekanin und Vorstandsvorsitzende der Medizinischen Fakultät an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg. Sie richtete sich bereits sehr frühzeitig auf die Untersuchung relevanter Fragestellungen, die sich mit der Erforschung von neuronalen Schädigungen und synaptischer Plastizität beschäftigen. Für ihre Forschung kommt ein eigens von ihr entwickeltes experimentelles Werkzeug zum Einsatz – die metabolische Markierung de novo synthetisierter Proteine mittels funktionalisierter molekularer Grundbausteine. Mittels dieser Methodik widmet sie sich der Regulation neuronaler und gliärer Proteinhomöostase unter physiologischen und pathophysiologischen Bedingungen.

Mareike Fingerhut-Säck
Copyright: Jana Dünnhaupt (OvGU)

Mareike Fingerhut-Säck ist Historikerin und Geschlechterforscherin. Sie ist Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und leitet die Stabsstelle Gleichstellung, Diversität und Familie. Zudem ist sie Sprecherin der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen in Sachsen-Anhalt (lakog). Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Geschlechtergerechtigkeit, Diversität und strukturelle Chancengleichheit in Wissenschaft und Hochschule.

Foto Julia Rath
Copyright: Paula Simon

Julia Rath ist Leiterin der Gleichstellungsstelle an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Sie studierte Latein, Katholische Theologie und Pädagogik. Sie promovierte in Würzburg, wo sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Alttestamentliche Studien tätig war und Mitglied der städtischen Antidiskriminierungsstelle war. Sie war Leiterin des Bereichs Vielfalt, Integration und Inklusion im Dienstleistungszentrum der Berliner Erwachsenenbildungszentren und unter anderem verantwortlich für verschiedene Deutschkursprogramme sowie eine diversitätssensible Organisationsentwicklung. In Magdeburg konzentriert sich ihre Arbeit auf Vielfalt im akademischen Bereich, und sie setzt sich für eine Hochschule von und für alle ein.

Copyright: Viktoria Kühne

Sarah Schulze ist seit Dezember 2022 Beauftragte für Frauen- und Gleichstellungspolitik des Landes Sachsen-Anhalt und leitet die Leitstelle für Frauen- und Gleichstellungspolitik. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören Frauen- und Gleichstellungspolitik, Gewaltschutz und Queerpolitik. Sie vertritt Sachsen-Anhalt in der Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder (GFMK) und wirkt in verschiedenen Bund-Länder-Gremien mit.

Die Volljuristin leitete zuvor das Justiziariat und die Geschäftsstelle des Aufsichtsrates der Salus Altmark Holding gGmbH. Bereits vor ihrem Wechsel in die Landesverwaltung engagierte sie sich langjährig im Vorstand des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt, zuletzt als stellvertretende Vorsitzende.

Seit 2026 ist Sarah Schulze zudem Mitglied und stellvertretende Vorsitzende des Fachbeirats „Gleichstellungs- und sorgeorientierte Männlichkeitsbilder“ der Bundesstiftung Gleichstellung.

Copyright: Chris Zeilfelder

Dorothea Trebesius studierte Kulturwissenschaften in Leipzig, Lyon und Paris. Sie promovierte in Leipzig und arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturwissenschaften. Nach beruflichen Stationen bei der Studienstiftung des deutschen Volkes, dem größten deutschen Begabtenförderungswerk, und in der Verwaltung der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg leitet sie nun das Team Bildung und Wissenschaft in der Stadtverwaltung. Ihre Schwerpunkte sind die Wissenschaftsförderung, Wissenschaftskommunikation und die Stärkung Magdeburgs als Wissenschaftsstandort. Sie baute beispielsweise den Magdeburg Welcome Service auf, ist Hauptveranstalterin für die Lange Nacht der Wissenschaft und das Tomorrow Labs Wissenschaftsfestival und engagiert sich für die MINT-Bildung.

Copyright: Katalin Varga

Katalin Varga ist Projektkoordinatorin von MeCoSa MINT Career im Koordinierungsstelle für Genderforschung und Chancengleichheit Sachsen-Anhalt (KGC). In dieser Funktion leitet sie Projekte, koordiniert Teams und organisiert Veranstaltungen zur Stärkung der Karriereentwicklung, des interkulturellen Austauschs und der Talentbindung in Sachsen-Anhalt. Zuvor arbeitete sie als Sozialarbeiterin in der Beratungsstelle Magdalena der AWO Sachsen-Anhalt, wo sie Sozial- und Berufsberatung, interkulturelle Kommunikation und mehrsprachige Unterstützung anbot. Zu Beginn ihrer Karriere war sie als Koordinatorin für Flüchtlings- und Integrationsangelegenheiten an der Hochschule Harz tätig, wo sie Integrationskonzepte entwickelte, Studieninteressierte mit Flüchtlingshintergrund unterstützte und inklusive akademische Möglichkeiten förderte.

Aufgrund ihrer umfangreichen Erfahrung in den Bereichen Beratung, Networking und Veranstaltungsmoderation wird Katalin die Career Days 2025 moderieren und Diskussionen über Diversität, Chancengleichheit und die Zukunft der Wissenschaft leiten.

Copyright: Patrick Pollmeier (LIN)

Verena Walterbach ist Referentin für wissenschaftliche Karriereentwicklung am Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) und begleitet Wissenschaftler*innen in unterschiedlichen Qualifikationsphasen bei der Gestaltung ihrer beruflichen Wege. Neben der individuellen Beratung arbeitet sie auch an der Struktur- und Organisationsentwicklung, entwickelt Leitfäden und Konzepte und gestaltet Rahmenbedingungen für gute wissenschaftliche Karrieren mit.

Als Biographieanalytikerin und Biographiearbeiterin setzt sie sich wissenschaftlich wie praktisch mit Lebensgeschichten, beruflichen Übergängen und den Erfahrungen auseinander, die Menschen in ihrem Werdegang prägen. Am LIN koordiniert sie die Mental Health Awarenessgruppe und das FEM POWER-Projekt und engagiert sich für einen bewussten Umgang mit Macht und Verantwortung in der Wissenschaft. Gemeinsam mit einer Kollegin entwickelt sie aktuell ein Onboardingprogramm, das Wissenschaftler*innen frühzeitig für Machtverhältnisse und möglichen Machtmissbrauch sensibilisieren soll.

Geplante Veranstaltungen

Nach der Eröffnungsveranstaltung gehen die „Female Career Days“ mit einer Reihe spannender Workshops weiter.

– Individuelle Karriereplanung,

– KI im Bewerbungsprozess,

– Machtstrukturen verstehen und Machtmissbrauch erkennen / Selbstschutz und Resilienz,

– (gewaltfreie) Kommunikation und Mediationsstrategien.

19.11.2026 / 23.11.2026CV-Checks

Nach dem Erfolg der vergangenen Jahre bieten wir im Rahmen der „Female Career Days 2026“ erneut unsere Lebenslauf-Checks an. Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Forscherinnen.

Am 19. und 23. November bieten Dana Zöllner und Sabrina Walter individuelle Termine an, um Ihren Lebenslauf zu prüfen, wertvolles Feedback zu geben, praktische Tipps und Tricks zu vermitteln und Ihnen dabei zu helfen, Ihren Lebenslauf optimal zu gestalten.

26.11.2026Workshop

Was macht Macht mit uns? – Sensibel agieren an der Hochschule

Am 26. November 2026 findet ein kostenloser Fortbildungsworkshop zum Thema Machtmissbrauch statt. Der Workshop steht allen Mitarbeitern und Lehrkräften der Medizinischen Fakultät offen und bietet die Gelegenheit, über Machtdynamiken im Hochschulwesen nachzudenken und ein größeres Bewusstsein dafür zu entwickeln, wie man sensibel damit umgeht. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Frühling 2027 Individual Career Coachings

Im Frühjahr 2027 werden wir individuelle Karrierecoaching-Termine für Wissenschaftlerinnen anbieten Sobald die Termine feststehen, können diese hier gebucht werden.

11.02.2027 Workshop AI

Der Workshop zeigt auf, wie KI eingesetzt werden kann, um persönliche Stärken und berufliche Möglichkeiten zu analysieren, passende Stellen zu identifizieren und gezielt Bewerbungsunterlagen zu erstellen. Durch praktische Übungen und Fallbeispiele erlernen die Teilnehmenden Prompt‑Techniken und Bewertungsstrategien für den Bewerbungsprozess.